Zecken – auch für den Mops eine Plage

Zecken beim Mops – Plage und Gefahr zugleich

Eine Zecke hat bestimmt jeder Hund schon einmal gehabt. Diese kleinen, widerlichen Viecher lauern im Gras und Gebüsch nur darauf, dass wir vorbeikommen, um uns dann hinterhältig zu überfallen und sich festzubeißen. Aufhören tut das erst wieder im Herbst, wenn die Temperaturen unter 10 Grad fallen, dann verstecken sie sich bis zum nächsten Frühjahr.

Zecken sind auf der einen Seite sehr nervig, es schmerzt und juckt. Daher kratzen wir Möppies uns dann ganz dolle. Mama und Papa wissen das mittlerweile schon und suchen mich dann ab, bis sie die Zecke gefunden haben. Wie diese dann entfernt wird, erfährst du etwas weiter unten.

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Aber Zecken sind nicht nur nervig, sie können auch echt gefährlich für uns Möpse werden. Viele Zecken übertragen nämlich Krankheiten. Und da langt schon der Biss einer winzig kleinen Mikrozecke, die ganz schnell wieder entfernt wurde. Hierzulande gibt es 7 unterschiedliche Krankheiten, die durch eine Zecke übertragen werden. Die bekanntesten sind FSME und Borreliose.

 

Die Zecke hat sich schon festgebissen

Ich und die Anaplasmose

Mich hatte es leider auch schon einmal erwischt. Anaplasmose ist hierzulande zum Glück nicht so verbreitet, aber im Ausland, vor allem in Asien um so mehr. Dort hatte es mich erwischt. Den Beckenbiss hatte ich nicht bemerkt, nur irgendwann fühlte ich mich so schlapp, ich hatte kleine Blutergüsse auf der Haut und im Rachen bekommen. Die sind dann auch meinen Eltern aufgefallen. Da wir gerade in Asien unterwegs waren, wurde dort die Infektion schnell festgestellt – ein Tropfen Blut auf einen Schnelltest hat dafür gelangt. Behandelt wurde das mit ganz viel Antibiotika und weiteren Medikamenten – das Antibiotika schädigt die Leber, darum gibts noch ein Medikament für die Leber dazu. Dieses ist aber Magenunfreundlich, darum musste ich noch einen Magenschutz schlucken. Also eigentlich wurde ich einen Monat nur von Tabletten ernährt. Mir ging es auch echt dreckig in der Zeit, das wünsch ich noch nicht mal meinem ärgsten Hundefeind. Nach ca. 6 Wochen war es dann endlich überstanden. Ein weiterer Bluttest hat bestätigt, dass der Erreger verschwunden ist.  Ohne die richtige Behandlung hätte es tödlich für mich ausgehen können.

Daher, immer schön aufpassen, dass man erst gar nicht von einer Zecke gebissen wird. Lieber etwas vorsorge treffen.

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Was kann man denn nun gegen eine Zecke tun?

Also klar, als Mensch ist das ganz einfach: Lange Kleidung, nicht durch hohes Gras schleichen, nicht in Gebüschen oder Wäldern rumstreunern. Als Hund ist das schon komplizierter: Wir streunern immer durch Gras, die meisten meiner Kollegen und ich machen ja auch genau dort ihr Geschäft. Auch verschwinden wir immer mal im Gebüsch und wenn es die Leine  und der Ort zulässt, dann laufen wir auch mal im Wald rum. Den Zecken aus dem Weg zu gehen ist daher für uns Vierbeiner gar nicht so leicht.

Zeckenmittel für Hunde

Beim Tierarzt und in der Apotheke gibt es diverse Mittel gegen Zecken für uns Vierbeiner. Es gibt Tabletten, Halsbänder, Puder und Spot-On Mittel. Viele nutzen die selben Wirkstoffe, sind nur in der Anwendung unterschiedlich:

  • Tabletten müssen geschluckt werden. Manche Hunde tun sich damit schwer. Bei mir es es so, wenn es in Käse verpackt ist, schlucke ich alles 😉 In der Regel halten die Tabletten 4 Wochen vor und haben den Vorteil, dass sie auch für Wasserratten geeignet sind.
  • Halsbänder halten vom Wirkstoff her am längsten, da sie den Wirkstoff nach und nach abgeben. So hat man mal 3-4 Monate Ruhe. Allerdings tragen manche Hunde gar keine Halsbänder, so wie ich zum Beispiel oder sind so aktiv, dass sie das Halsband schnell verlieren.
  • Puder oder Sprays müssen in regelmäßigen Abständen auf das Fell aufgetragen werden. In der Regel alle 2-4 Wochen. Nach dem Auftragen gilt für 2-3 Tage erst mal Badeverbot, sonst wirkt es nicht.
  • Spot-On wird einfach in den Nacken getropft und von der Haut dort aufgenommen. Auch hier gilt erst mal das Badeverbot für 2-3 Tage. Auch ein Spot on hält ca. 4 Wochen, dann muß es erneuert werden.

Du siehst, je nachdem was man für einen Hund hat, sollte das entsprechende Mittel gewählt werden. Die meisten Mittel wirken so, dass die Zecke selber abgetötet wird. Eigentlich ja praktisch, aber wenn man mal drüber nachdenkt ist es schon krass, dass wir Mittel zu uns nehmen bzw. uns auf die Haut schmieren, welche Zecken und meist auch Flöhe und Läuse abtöten. Ich bin zwar nur eine kleine Mopsdame, aber so wirklich gesund hört sich das für mich nicht an.

Ich habe auch schon öfters gehört, dass Hunde auf einzelne Mittel allergisch reagieren. Das führt dann zu Jucken, Hautrötungen oder sogar Haarausfall. Also deinen Liebling auf jeden Fall im Auge behalten, nachdem du das Zeckenmittel verabreicht hast.

Natürlicher Zeckenschutz

Es gibt auch viele natürliche Mittel gegen Zecken wie Kokosöl oder auch Knoblauch. Leider konnte die Wirksamkeit gegen Zecken noch nicht wirklich bestätigt werden. Knoblauch ist in großen Mengen sogar schädlich für uns Hunde, also lieber nicht so viel davon.

Aber meine Eltern sind letztens durch Zufall auf ein biologisch gegen Zecken wirksames Futter von Dogs-Heart aufmerksam geworden. Da ich ja eh etwas pienzig bin, was Allergien und Co. angeht und ich dieses chemischen Zeckenmittel nicht so gerne mag, habe ich das Zusatzfutter von Dogs-Heart einmal ausprobiert. Das Trockenfutter sind kleine Kroketten , die ich die letzten 2 Monate immer als Leckerlie beim Spazieren gehen bekommen habe. Die Verzehrempfehlung sind 5-7 Stück, die ich so über den Tag verteilt bekommen habe. Dieses Futter enthält viele ätherische Öle es schmeckt und riecht recht würzig. Mein Papa sagt, es wirkt sich auch positiv auf meinen Atem aus, das kann ich als Mops jetzt so nicht direkt bestätigen 😉

Ich habe das Zusatzfutter jetzt 2 Monate getestet und muß sagen, keine einzige Zecke hat mich in der Zeit gebissen. Sicherlich kann das jetzt auch Zufall gewesen sein, aber ansonsten bringe ich in den Sommermonaten schon 1-2 Zecken die Woche heim. Von daher kann ich das Dogs-Heart Zusatzfutter gegen Zecken nur empfehlen. Am besten mal selber ausprobieren, ob es bei dir wirkt, jeder Hund reagiert da sicherlich etwas anders drauf.

Dogs-Heart Anti Zecken Schutz

Dogs-Heart Anti Zecken Schutz

Zecken entfernen

Ich glaube ja man kann tun was man will, früher oder später erwischt ein Hund eine Zecke. Mich juckt das dann immer, so das ich mich ganz viel kratzen tue. Meine Eltern kennen das schon und suchen mich dann erst einmal ab. Je nachdem wie lange sich die Zecke schon an meiner Haut festgebissen hat, ist sie eher winzig klein oder schon riesig fett. Echt ekelig diese Viecher, sage ich euch. Wir entfernen die Zecke mit einer Zeckenzange, ich kenne das schon und halte ganz still. Das ist wie eine Art Pinzette, die aber automatisch zu packt.

Unsere Zeckenzange

 

Man kann damit einfach die Zecke einklemmen und dann durch einen leichten Dreh entfernen. Die Zecke ist dann fest eingeklemmt und kann vernichtet werden. Zurück bleibt eine mehr oder weniger kleine rote Stelle, oft auch eine kleine Schwellung, die erst nach ein paar Tagen verschwindet.

Zeckenentfernung mit der Zeckenzange

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Zusammengefasst
  • Die Gefahr der Übertragung von Krankheiten durch Zecken sollte nicht unterschätzt werden.
  • Vor allen nach Spaziergängen durch Wald und Felder solltest du deinen Hund nach Zecken absuchen. Diese verstecken sich oft am Hals, in der Nähe der Schnauze und Ohren oder an Stellen, wo weniger Fell vorhanden ist. Beim Mops zum Beispiel am Bauch.
  • Wenn du  eine Zecke an deinem Mops gefunden hast, dann sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden. Im Handel sind dafür verschiedenen Hilfsmittel verfügbar. Wir nutzen immer eine Zeckenzange und sind damit sehr zufrieden.
  • Die meisten im Handel erhältlichen Präparate wie „Frontline“ oder „Exspot“ wirken sehr gut und sind in der Apotheke erhältlich. Sie wirken ca. 4 Wochen und müssen dann wieder aufgetragen werden.  Bedenke aber dabei, dass hier ein Gift auf deinen Hund aufgetragen wird.
  • Im Selbsttest zeigen auch natürliche Mittel, wie das Zusatzfutter von Dogs-Heart gute Wirkung. Allerdings sollte das jeder selber einmal ausprobieren, da die Wirkung sicherlich von Hund zu Hund unterschiedlich ist.
  • Wenn sich dein Hund nach einem Zeckenbiss komisch verhält (Durchfall, Müde, Blutergüsse) dann auf jeden Fall zum Arzt gehen. Den Arzt auch auf den Zeckenbiss hinweisen, damit die entsprechenden Bluttests gemacht werden können.

 

So, ich hoffe ich konnte dir etwas helfen und wünsche dir einen zeckenfreien Sommer

Deine Mopsdame   Zoé

Herz_violett

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2 thoughts on “Zecken – auch für den Mops eine Plage

    • 2. Dezember 2016 um 18:21
      Permalink

      Du hast recht, die Zoé hat zu lange keine Videos mehr eingespielt. Dabei hat sie noch ganz viele vorliegen, wir werden mal welche aussuchen und bei youtube veröffentlichen. LG Deine Zoé

      Antwort

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